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Berlin ist das Maß aller Dinge. Zum zweiten Mal wurde die Mannschaft von der Spree Deutscher Meister. Nach 2011 gewann sie am Samstag in Saarbrücken erneut den Titel gegen den BC Bischmisheim. Das Finale wurde von der SG EBT Berlin dominiert. Mit 1:5 kamen die Saarländer gehörig unter die Räder. Den Grundstein für den Sieg legten die Berlinerinnen Juliane Schenk und Lotte Jonathans im Damendoppel gegen Emma Wengberg und Lisa Heidenreich. In keiner Phase des Spiels ließen die Norddeutschen etwas anbrennen und siegten deutlich in zwei Sätzen mit 21:14 und 21:12. Auf dem Nachbarfeld machten es die Bischmisheimer Herren besser. Etwas glücklich, aber nicht unverdient entschieden sie gegen Choong Wong und Robert Blair den ersten Satz mit 25:23 für sich. Im zweiten Satz fiel es den Saarländern noch leichter zu gewinnen. Mit 21:14 setzten sie sich durch und holten den ersten Punkt für Bischmisheim. Noch sah es gut für die Gastgeber aus. Emma Wengberg aus Schweden (Foto) hatte im Finale gegen die SG EBT Berlin nicht zu viel zu lachen. Beide Auftritte misslangen. Sie verlor mit Lisa Heidenreich das Doppel und mit Michael Fuchs dfas Mixed Im 2. Herreneinzel fand der Ex-Rosenheimer Lukas Schmidt nicht zu seinem Spiel. Der Bischmisheimer führte zwar im ersten Satz, aber dann kam der Däne Kenneth Jonassen im Trikot der Berliner stark auf, der die big points für sich verbuchte und knapp mit 22:20 gewann. Im zweiten Satz versuchte der Bischmisheimer alles, aber nichts gelang. Schmidt ärgerte sich über seine Vorstellung. Er hätte, sagte er hinterher, gern ein besseres Spiel gezeigt, zu dem er fähig sei. Der Satz ging mit 10:21 verloren. Lisa Heidenreich hatte sich im Vorfeld keine Hofffnungen gemacht, gegen Berlins Nummer eins etwas ausrichten zu können. Wie immer spielte Juliane Schenk, die aktuelle Weltranglistenachte, voll konzentriert und deckte die Schwächen ihre junge Gegnerin auf. Mit zweimal 21:11 ging die Berlinerin als Siegerin vom Platz. Dieter Domke musste gegen den Malaysier Choong Wong ran. Er musste gewinnen, denn Berlin führte zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3:1. Der Bischmisheimer kämpfte leidenschaftlich und machte es seinem Berliner Gegner beim 20:22 nicht leicht. Damit war die Entscheidung zugunsten von Berlin vorzeitig gefallen. Berlin hatte seinen Titel erfolgreich verteidigt. Trotzdem konnten die Zuschauer auch noch das letzte Match miterleben. Michael Fuchs und Emma Wengberg traten gegen Robert Blair und Lotte Jonathans an. Die Bischmisheimer mussten sich in zwei Sätzen beugen. Berlin gewann somit mit 5:1. BC Bischmisheim - SG EBT Berlin 1:5
Slovenia InternationalDie Hamburgerinnen Isabel Herttrich und Inken Wienefeld gewinnen im DamendoppelZweite Plätze für Carola Bott sowie Hannes Käsbauer und Kira Kattenbeck
Carola Bott aus Gifhorn konnte den Vorjahressieg nicht wiederholen, stand aber erneut im Dameneinzel-Endspiel, das sie gegen die Schweizerin Nicole Schaller in zwei Sätzen mit 19:21 und 14:21 verlor. Den zweiten Platz holten sich im Mixed die Deutschen Hannes Käsbauer und Kira Kettenbeck. Sie unterlagen den Kroaten Zvonimir Durkinjak und Stas Poznanovic mit 9:21 und 13:21. Play-off-HalbfinaleDas abrupte Ende des Semifinales überraschte vieleDer 1. Satz des Mixed war beendet, dann war Schluss - Berlin gewinnt in Beuel mit 4:2
Das Halbfinale zwischen dem gastgebenden BC Beuel und der SG EBT Berlin endete für die meisten der Zuschauer so, dass sie nur Bahnhof verstanden. Auf dem Feld war gerade der 1. Satz des Mixed zu Ende gegangen, die Spieler gingen zu ihren Aufbewahrungskörben an der Seite, aber machten keine Anstalten weiterzumachen. Statt dessen wurde intensiv beraten. In der Traube von Spielern aus Bonn und Berlin fanden sich auch Betreuer und Berlins Teammanager Manfred Kehrberg. Der Schiedsrichter war inzwischen von seinem Stuhl geklettert. Die Zuschauer verharrten noch auf ihren Plätzen - und waren ratlos: Geht es nun weiter oder nicht? Als plötzlich Jubel unter den Berliner Schlachtenbummlern ausbrach, dämmerte es den ersten Zuschauern, dass Berlin wohl gewonnen haben musste, erhoben sich zögerlich von ihren Sitzen und verließen langsam die Halle. Es wäre schön gewesen, wenn in dieser Situation die Lautsprecher nicht stumm geblieben wären. Was war passiert? Ingo Kindervater vom BC Beuel klärte badminton4you auf: Da die Berliner den 1. Satz im abschließenden Mixed gewonnen hatten, lagen sie im Satzverhältnis uneinholbar vorn, auch wenn die Bonner das Mixed noch gewonnen hätten. Einem Sieg waren Ingo Kindervater und Heather Olver ziemlich nahe gewesen. Sie führten deutlich, konnten aber vier Satzbälle nicht nutzen. Statt dessen spielten Robert Blair und Lotte Jonathans in der Schlussphase fehlerfrei, kamen Punkt für Punkt heran, was den Beueler Zuschauern sichtlich zu schaffen machte. 22:20 hieß es schließlich für die Hauptstädter - und kühle Rechner fanden flugs heraus, dass Berlin gar nicht mehr zu schlagen war. Also wurde von Beueler Seite signalisiert: Wir geben auf. Die Zuschauer gingen, obwohl ihr Verein verloren hatte, zufrieden nach Hause. Sie hatten zweieinhalb Stunden besten Badmintonsport erlebt - mit einem glücklichen Gewinner aus Berlin. Die Rheinländer hatten das Semifinale gekonnt inszeniert. Vor allem den Auftakt. Auf einer Leinwand wurde ein Film eingespielt, der die Beueler Spieler kurz porträtierte und in Slogans vorführte, was Badminton ausmacht. Theatralisch der Einzug der Schiedsrichter und der Teams. Das Deckenlicht war ausgeschaltet. Punktstrahler waren auf die Akteure gerichtet. Der Hallensprecher, den man vom Basketball ausgeliehen hatte, stellte jeden Spieler vor. Er machte das mit Verve und gut. Dann konnte es losgehen. Parallel begannen das Herren- und das Damendoppel - mit Juliane Schenk und Lotte Jonathans (Berlin) sowie Birgit Michels und Heather Olver auf Feld 2, während Marc Zwiebler und Ingo Kindervater auf Platz 1 den Heimvorteil gegen Robert Blair und Choong Wong (Berlin) nutzten.
Wer Marc Zwiebler in Bonn erlebt hat, konnte sehen, weshalb er Europameister geworden ist
Der Star vom Rheinland beherrschte seinen Gegner Wong Choong Hann nach Belieben
Marc Zwiebler (Foto) befindet sich in der Form seines Lebens. Im 1. Herreneinzel zeigte der Bonner eine makellose Leistung. Der Malaysier Wong Choong Hann, der für ihn stets ein unangenehmer Gegner war, tat sich in diesem Match ungemein schwer. Es unterliefen ihm zu viele Fehler auf der Rückhandseite und bei Drops. Andererseits konnte Zwiebler jedes Tempo mitgehen und diktierte selbst das Spiel. Wong muss es vorgekommen sein, als spiele der Bonner zur Zeit in einer anderen Liga. Er begeisterte das Publikum, das mit Applaus nicht geizte
Halbfinale BC Beuel - SG EBT Berlin 2:4
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft U19Es geht ja doch, drei Siege für TrittauDer TSV verbucht vier Punkte: Hohenlimburg gab auf und Schwanheim wurde besiegt Dass es nicht einfach werden würde, hatte Kim Persson vorausgesehen. Dass es so schwer werden würde, aber wohl nicht. Das U19-Team des Trittauer Badmintonbosses kam im ersten Spiel im fränkischen Lauf gegen den TSV Freystadt gehörig unter die Räder. Nicht ein Sieg gelang gegen den TSV Freystadt. Die Oberpfälzer besiegten die Norddeutschen mit 8:0. Einen hohen Sieg fuhr der BC Hohenlimburg gegen TuS Schwanheim mit 7:1 ein. Diese beiden Mannschaften werden in der Gruppenphase noch Gegner des TSV Trittau sein. In der zweiten Gruppe mischt der Horner TV mit, der als Zweiter der Norddeutschen Meisterschaften in Lauf dabei ist. Die Hamburger verloren ihr Auftaktspiel mit 3:5 gegen den BC Beuel. SV Fun-Ball Dortelweil und der TV Dillingen trennten sich mit einem 4:4-Unentschieden. Im zweiten Spiel am Samstag holte der Horner TV gegen den SV Fun-Ball Dortelweil den ersten Punkt. Erfolgreich waren im Team: Julia Bantin/Julia Bömelburg im Damendoppel, Marc Hahmann im 2. Herreneienzel, Franziska Volkmann im Dameneinzel und Marc Flato und Franziska Volkmann im Mixed. Das zweite Spiel musste der TSV Trittau wegen Aufgabe des BC Hohenlimburg nicht austragen und kam so zu seinen ersten Punkten. Am frühen Abend mussten die Trittauer im dritten Match ran gegen das Team des TuS Schwanheim. Jetzt spielten sie groß auf, lagen schon mit 6:1 vorn, als das letzte Spiel, das gemischte Doppel, noch lief. Damit war Platz 2 erreicht, der berechtigt zur Endrundenteilnahme. Zuversichtlich starteten die Schleswig-Holsteiner ins erste Match gegen den BC Beuel. Die Rheinländer waren erheblich stärker und siegten mit 7:1. Lediglich Jonathan Persson konnte punkten. Im zweiten Spiel stand Trittau den Jugendlichen vom SV Fun-Ball Dortelweil gegenüber, konnten beim 2:6 allerdings so gut wie nichts ausrichten.
Interview"An das Finale denkt jetzt noch keiner"Berlins Teammanager Manfred Kehrberg über die Chancen seiner Mannschaft im Halbfinale gegen den BC Beuel - "Beuel ist für mich der Favorit" Nach dem Ende der Bundesligasaison sind die Spieler, die eine Chance haben, bei den Olympischen Spielen in London zu starten, nochmals auf Punktejagd. Die Spieler dreier Vereine können die Bundesligasaison noch nicht ganz abhaken. Am Sonntag, 6. Mai, kommt es zum Play-off-Halbfinale zwischen dem gastgebenden BC Beuel und dem amtierenden Deutschen Meister SG EBT Berlin. Der Sieger dieser Begegnung steht im Endspiel gegen den BC Bischmisheim, der sich als Erster der Bundesligasaison für das Finale automatisch qualifiziert hatte. Manfred Kehrberg ist der Manager des amtierenden Meisters aus Berlin. Er stand badminton4you Rede und Antwort, ob er glaubt, den Titel verteidigen zu können. Kehrberg ist dem Verein seit 25 Jahren in unterschiedlichsten Funktionen verbunden. Er spielt selbst Badminton einmal in der Woche. Daneben rudert er gern mit seinem Einer auf dem Werbellinsee und fährt viel Fahrrad in der Schorfheide. Zum Badminton ist Manfred Kehrberg überhaupt erst durch seine Kinder gekommen. Seine Frau, seine Tochter und sein Sohn sind wie er aktiv im Verein engagiert.
Herr Kehrberg, Sie sind als Teammanager der 1. Bundesliga-Mannschaft der SG EBT Berlin äußerst erfolgreich. In der vergangenen Saison wurde EBT erstmals Deutscher Meister. Wird das Ihr Verein auch nach dem 12. Mai, dem Finaltag in Saarbrücken, sein? Natürlich ist es unser erklärtes Ziel, den Titel zu verteidigen. Aber davor steht zunächst das Halbfinale gegen den starken BC Beuel, auf das wir uns zunächst konzentrieren. An das Finale denkt noch keiner. Ich vertraue auf das Potential der Mannschaft. Alle Spieler und Spielerinnen sind sportlich erfolgreich und beeindruckende Persönlichkeiten. Wir freuen uns auf das Halbfinale in Beuel. Die Berliner Fans sind sicherlich enttäuscht, dass ihr Verein nicht einmal zu Hause bei den Play-offs auftritt. Weil Sie nur Dritter wurden, müssen Sie das Halbfinale in Bonn-Beuel und eventuell das Finale in Saarbrücken austragen. Sie haben in dieser Saison einige Punkte liegen gelassen. Was ist schiefgelaufen?
Seit 25 Jahren ist Manfred Kehrberg (hier nach dem Titelgewinn) in unterschiedlichsten Funktionen im Verein aktiv
Es ist tatsächlich sehr bedauerlich, dass wir kein Heimspiel mehr haben werden. Natürlich hätten wir den Berliner Fans gern wieder so ein Event wie das Finale 2011 mit knapp 2000 Zuschauern geboten. Aufgrund der individuellen Verpflichtungen hatten wir in den entscheidenden Spielen gegen Bischmisheim, Beuel und Lüdinghausen schon in der Hinrunde nicht alle Leistungsträger an Bord. So fehlte gegen Beuel und Bischmisheim Juliane Schenk. Gegen Lüdinghausen waren Robert Blair und Kenneth Jonassen nicht dabei. Das war wohl in allen Fällen letztlich spielentscheidend, und es gingen wichtige Punkte für eine bessere Endplazierung verloren. Für unsere Fans haben wir übrigens, wenn Sie so wollen, als kleine Entschädigung, einen Fanbus nach Bonn, organisiert. Im vergangenen Jahr entzauberten Sie das Team des BC Beuel im Finale in Berlin und gewannen ganz überlegen den Meistertitel. Glauben Sie, dass Sie die Rheinländer erneut schlagen können - vor deren Hunderten von Fans? Das Spiel gegen den BC Beuel ist tatsächlich wieder ein ganz harter Brocken. Beuel ist für mich der Favorit. Die aktuellen Weltranglistenplätze von Marc Zwiebler, Birgit Michels, Ingo Kindervater, Andre Tedjono und Heather Olver und die Erfolge von Marc und Birgit sprechen für die derzeitige Topform der Akteure. Hinzu kommt die Unterstützung durch das Heimpublikum. Aber wie gesagt: Ich glaube fest an das Potential unserer Mannschaft und kann mich auf starke Sportlerpersönlichkeiten verlassen. Sie müssen das stärkste Team auf die Reise schicken. Sind alle Leistungsträger an Bord, und sind sie gesund? Natürlich haben wir nur in Bestbesetzung gegen Beuel eine Chance. Wir werden in Bonn mit dem kompletten Team und bestens vorbereitet antreten.
Wong Choon Hann (Foto) ist einer der Leistungsträger in der Mannschaft der SG EBT Berlin
Ihre Nummer 1 bei den Herren, Choong Wong, war in der abgelaufenen Saion nicht ganz so stark wie ein Jahr zuvor. International ist auch nicht viel bei ihm gelaufen. Glauben Sie, dass er im Einzel und im Doppel wieder die tolle Form haben wird wie beim Meisterschaftsfight 2011? Wong Choon Hann ist für mich vielerlei HInsicht eine beeindruckende Sportler-persönlichkeit. Er identifiziert sich wie alle Spieler hundertprozentig mit dem Verein und hat enge Bindungen zu Verein und Umfeld. Er weiß, worum es geht und wird in Bonn topfit antreten. Verbinden Sie Ihr Bleiben im Amt als Teammanager mit dem Erfolg der Mannschaft? Heißt: Auch bei einem Scheitern bleiben Sie der SG EBT Berlin erhalten? Eine sportliche Niederlage ist für mich kein Scheitern. Sie würde weder Mannschaft noch Verein erschüttern. Der Leistungssport ist nur eine Säule des Vereins. Wir sind auch im Nachwuchsbereich und im Freizeit- und Breitensport gut aufgestellt. Berlin ist bei der Ausrichtung der Heimspiele schon einen schönen Schritt nach vorn gekommen. Sie haben elektronische Anzeigetafeln. Was lässt sich sonst noch machen, um Badminton attraktiver werden zu lassen? Wir haben in den letzten Jahren ja eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität der Badminton-Bundesliga realisiert. Demnächst werden wir das neue Bundesliga-Logo präsentieren. Oberstes Ziel ist es, Stück für Stück die Voraussetzungen für eine professionelle Vermarktung der Bundesliga zu schaffen. Aber letztlich hängt die Attraktivität der Liga in entscheidendem Maße von der Popularität des Badmintonsports in Deutschland ab. Hier sind alle Beteiligten trotz des in den letzten Jahren erreichten Fortschritts weiter gefragt. Für EBT ist es deshalb auch besonders wichtig, dass wir mit Juliane Schenk ein Aushängeschild des erfolgreichen deutschen Badmintons in unseren Reihen haben.
Juliane Schenk (Foto) ist die herausragende Spielerpersönlichkeit bei der SG EBT Berlin
Ist jetzt schon abzusehen, ob Ihr Kader nach den Play-offs noch genauso aussieht wie im Augenblick? Unsere Planungen für die nächste Saison sind so gut wie abgeschlossen. Der Kader bleibt zusammen und wird punktuell verstärkt. Sind Sie eigentlich auch zuständig für die 2. Mannschaft, die in der 2. Liga ein Desaster erlebt hat? Sie steigt ab. Teammanager der 2. Mannschaft ist Karsten Lehmann. Aber wir haben für die 1. und 2. Mannschaft natürlich einen einheitlichen Kader. Der Abstieg ist bedauerlich, aber kein Desaster für den Verein bzw. die Mannschaft. Die Saison verlief aufgrund von Verletzungen wichtiger Leistungsträger sehr unglücklich. In der neuen Saison werden wir verstärkt auf unseren erfolgreichen Nachwuchs setzen. Wenn sich die Mannschaft als Team findet, hat sie gute Chancen, wieder 2. Liga zu spielen. Natürlich hat sich unser Titelgewinn positiv auf das Sponsoreninteresse ausgewirkt. Bei der Konkurrenz in der Sportstadt Berlin und der Vielfältigkeit des kulturellen und sportlichen Angebots ist Erfolg hier besonders wichtig. Unser Etat für die nächste Saison steht . Aber zufrieden sind wir nie. Wer in der Badminton-Bundesliga erfolgreich sein will, kann sich auf dem Erreichten nicht ausruhen.
RanglistenturnierYoga Pratama (Foto) hat das Herreneinzel beim Ranglistenturnier in Gifhorn gewonnen. Im Finale schlug er seinen Freund Ari Trisnanto in einem engen Match, das über drei Sätze ging. Pratama siegte mit 8:21, 21:18 und 21:19. Im Halbfinale hatte Pratama den Hamburger Sebastian Rduch in drei Sätzen mit 19:21, 21:14 und 21:14 ausgeschaltet. Die beiden Indonesier spielen beim TSV Trittau in der 2. Bundesliga. Ihr Erfolg ist hoch einzuschätzen, weil sie auchSpieler aus der 1. Bundesliga schlugen. Im Herrendoppel erreichte Yoga an der Seite des Trittauers Alexander Strehse das Achtelfinale. Die weiteren Sieger: DE: Monja Bölter (Südring Berlin), HD: Maurice Niesner (Gifhoren) und Till Zander (Hamburg), DD: Monja Bölter und Lisa Deichgräber (SG EBT Berlin), MX: Till Zander und Karen Neumann (beide Hamburg)
EuropameisterschaftMarc Zwiebler holt im Herreneinzel als zweiter Deutscher die Goldmedaille | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der neue Europameister im Herreneinzel: Marc Zwiebler aus Bonn |
Der Bonner Marc Zwiebler ist neuer Europameister im Herreneinzel. Im Finale von Karlskrona in Schweden besiegte er den Schweden Henri Hurskainen mit 21:15 und 21:13. Zwiebler ist nach Wolfgang Bochow, der 1972 den Titel holte, der zweite Goldmedaillengewinner bei Europameisterschaften. Das deutsche Team war in Karlskrona sehr erfolgreich. Neben Zwiebler gewann Julianer Schenk die Silbermedaille. Sie unterlag im Endspiel des Dameneinzels der Dänin Tine Baun 19:21, 21:16 und 19:21 denkbar knapp. Silber holten auch Michael Fuchs und Oliver Roth, die im Herrendoppel die Stärke der Dänen Mathias Boe und Carsten Mogensen anerkennen mussten. Sie verloren mit 11:21 und 11:21.
EuropameisterschaftDameneinzel: Juliane Schenk und Tine Baun kämpfen um den TitelDie Krefelderin besiegt deutlich die Niederländerin Jien Yao und steht im Finale - Grandiose Leistungen von Marc Zwiebler sowie von Michael Fuchs und Oliver RothDie Dänin Tine Baun wird sich freuen. Sie hatte am Freitag als Erste das Finale erreicht, in dem sie es mit Deutschlands Nummer 1 zu tun bekommt. Juliane Schenk besiegte überlegen die Niederländerin Jie Yao mit 21:13 und 21:10 und kämpft gegen die Dänin um den Titel im Dameneinzel. Baun und Schenk haben schon oft gegeneinander gespielt. In dieser Saison war Schenk zunächst die Stärkere, dann fand Baun ihre Form wieder und gewann gegen Juliane zuletzt zweimal bei Turnieren in Asien. Das Endspiel am Samstag wird Aufschluss darüber geben, wer von beiden - mit Blick auf Olympia - schon gut drauf ist. Im Mixed ist MIchael Fuchs (Foto) mit Birgit Michels gescheitert. Im Herrendoppel erreichte er mit Oliver Roth das Finale im Herrendoppel. Sie können Europameister werden, was ihnen noch mehr Auftrieb verschaffen würde Einen bemerkenswerten Sieg schaffte im Herreneinzel der Schwede Henri Hurskainen. Er besiegte den jungen Dänen Viktor Axelsen in drei Sätzen mit 18:21, 21:18 und 21:17 und trifft im Finale auf den Bonner Marc Zwiebler, der Jan O. Jorgensen in zwei Sätzen mit 21:19 und 21:15 niederrang. Jetzt ist für Marc alles möglich. Nun kann er im Finale nochmals brillieren und den Titel holen. Nach der Leistung vom Freitag ist ihm das zuzutrauen. Im zweitlängsten Spiel des Tages vollbrachten Michael Fuchs und Oliver Roth wahrhaft Großes. Sie setzten sich gegen die Dänen Rasmus Bonde und Anders Kristiansen aus Dänemark in drei Sätzen durch und stehen damit im Endspiel am Samstag. Nach einer Stunde und zwei Minuten hatten sie den Sack zugemacht und das Match mit 21:18, 17:21 und 21:14 gewonnen. Eine fantastische Leistung, die den beiden Deutschen zu gönnen ist. Sie spielen seit einem Jahr zusammen, ergänzen sich großartig, hatten oft nicht die Nerven, große Spiele zu gewinnen, aber in Karlskorna haben sie es geschafft. Sie stehen im Finale und können Europameister werden. Die bitterste Niederlage musste am Donnerstag der Däne Peter Hoeg Gade hinnehmen. Obwohl als Nummer 1 der Setzliste gestartet, verlor er im Viertelfinale gegen den Schweden Henri Hurskainen nach umkämpftem Match mit 19:21, 21:12 und 19:21. Hurskainen trifft im Halbfinale auf einen weiteren Dänen, Viktor Axelsen, an den der Schwede wenig gute Erinnerungen hat. Beim letzten Aufeinandertreffen siegte Axelsen sehr deutlich. Die Spiele der Deutschen im Halbfinale: Herrendoppel: Michael Fuchs/Oliver Roth (GER) - Rasmus Bonde/Anders Kristiansen (DEN): 21:18, 17:21, 21:14 Damendoppel: Christinna Petersen/Kamilla Rytter Juhl (DEN) - Birgit Michels/Sandra Marinello (GER): 21:11, 21:11 Dameneinzel: Juliane Schenk (GER) - Jie Yao (NED): 21:13, 21:10 Herreneinzel: Marc Zwiebler (GER) - Jan O. Jorgensen (DEN): 21:19, 21:15 |
Karlskrona, 20. April 2012
Dreimal standen deutsche Spieler auf dem Siegerpodest bei den French International, die am Donnerstag begannen und am Ostersonntag in Orleans zu Ende gingen. Mit zwei Top-Platzierungen war Johanna Goliszewski (Foto) die erfolgreichste Teilnehmerin. Mit Peter Kaesbauer (Rosenheim) gewann die Mülheimerin die Mixed-Disziplin und mit der Niederländerin Judith Meulendijks das Damendoppel. Erfreulich aus deutscher Sicht auch der Erfolg von Peter Kaesbauer und Josche Zurwonne im Herrendoppel. Im Finale besiegten sie Andreas Heinz und Max Schwenger in drei Sätzen mit 26:24, 17:21 und 21:11. Das Halbfinale hatten Lukas Schmidt, Marcel Reuter (beide HE), Isabel Herttrich und Inken Wienefeld (DD), Max Schwenger und Isabel Herttrich (XD) erreicht.
Die Finals von Orleans:
DE: Judith Meulendijks (NED) - Sannatasah Saniru (MAS): 21:12, 21:15
XD: Peter Kaesbauer/ Johanna Goliszewski (GER) - Nelson Wei Keaat Heg/Mei Kuaan Chow (MAS): 21:12, 21:11
HE: Anand Pawar (IND) - Misbun Ramdan Mohmed Misbun (MAS): 21:16, 21:10
DD: Johanna Goliszewski/Judith Meulendijks (GER/NED) - Louise Hansen/Tinne Kruse (DEN): 21:13, 21:12
HD: Peter Kaesbauer/Josche Zurwonne (GER) - Andreas Heinz/Max Schwenger (GER): 26:24, 17:21, 21:11
In Trittau gelang dem BC Düren das Meisterstück. Durch den Sieg bei den Norddeutschen war der |
Neele Voigt (Foto) und ihr Team von BW Wittdorf haben den Klassenerhalt geschafft, was nach Ende der Hinrunde nicht zu erwarten war. Mit einem fantastischen Endspurt katapultierten sich die Neumünsteraner auf Platz 4 der Tabelle
Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär', dann wär' mein ... usw. Wenn man im Zusammenhang mit BW Wittdorf einmal dem Gedanken nachhängt, was wäre eigentlich gewesen, wenn die Neumünsteraner schon in der Hinrunde so erfolgreich gespielt hätten wie in der Rückrunde, die nur ein Prädikat verdient: super!!!? Wittdorf war nach der ersten Saisonhälfte von vielen schon abgeschrieben gewesen. Und es gab Spieler, die an sich selbst nicht mehr glaubten. Dann geschah das Wunder. Wittdorf spielte wie in alten Zeiten und katapultierte sich zum Saisonende auf einen sagenhaften dritten Platz. Jetzt sind wir wieder beim "wenn". Wäre man in der Hinrunde auch so gut gewesen, würde man sich nächste Saison in der 1. Bundesliga wiederfinden.
Der TSV Trittau hatte real die Chance, ins Oberhaus aufzusteigen, wenn man den Tabellenführer Düren geschlagen hätte. Es sollte aber nicht sein, weil sich der Star der Mannschaft, Nikolaj Persson, schwerwiegend verletzt hatte, die Mannschaft umgebaut werden musste und von nun an schwächer war. Das Spiel gegen Düren ging verloren. Zum Saisonende mussten die Trittauer gegen zwei Berliner Teams ran. In Berlin schlug man die SG EBT mit 6:2. Am Sonntag lief es gar nicht gut. Gegen Eintracht Südring Berlin verlor das Team um Annekatrin Lillie mit 3:5.
Glückwünsche gehen nach Düren. Die Mannschaft mit ihrem Star Sandra Marinello gehört in der nächsten Spielzeit der 1. Bundesliga an. Zwar kam der Tabellenführer gegen Hohenlimburg gehörig unter die Räder (1:7!), war trotz Niederlage aber schon qualifiziert. Solingen, das zur Halbzeit überraschend die Tabelle angeführt hatte, trat in der Rückrunde den Weg in die untere Tabellenhälfte an. Die Verantwortlichen in Solingen hatten bei allem Lob für das Überraschungsteam der Liga stets klaren Kopf bewahrt und sich mehr darum gesorgt, die Klasse zu halten als sich Aufstiegsfantasien hinzugeben.
Da gab es nichts zu deuteln: Berlin war besser als Trittau
Am Sieg der Berliner gab es nichts zu deuteln. Sie waren an diesem Tag das bessere Team. Ob es die Angst vor dem Abstieg war - kann sein. Das Spiel tags zuvor hatte die Truppe gegen Wittdorf verloren. Deshalb musste man aus Überlebensgründen sich reinhängen, wenn nicht, würde man sich in der Regionalliga wiederfinden. Das beflügelte die Hauptstädter, die in fast allen Spielen ihre Chancen hatten und sich fünfmal tatsächlich erfolgreich durchsetzten. Für Trittau ging es nicht um so viel wie für die Gäste. Man war Zweiter und hatte den Vizetitel geholt, was aber nicht zur Gleichgültigkeit führte. Die Spieler wollten gewinnen. So leicht geben sich die Trittauer nicht geschlagen. Aber am Sonntag reichte es einfach nicht. Manchmal liegt es aber nicht am fehlenden Willen, wenn man verliert, sondern daran, dass man verletzt war und ist und nicht so trainieren kann wie sonst. Wie im Fall von Alexander Strehse.
Woran es auch immer lag, die Herrendoppel spielten in anderer Zusammensetzung, als dies vorher besprochen war. Sabina Persson, die "Mutter" der jungen Truppe, war irritiert. "Haben sich die Jungs doch anders entschieden", stellte sich nüchtern fest, aber fragte sich, ob die Formationen nicht hätten doch anders aussehen müssen, denn der Erfolg ließ auf sich warten.
Eine fabelhafte Vorstellung gab erneut Ary Trisnanto. Sein Gegner Jens Ehlert ist gewiss kein unbeschriebenes Blatt. Der Indonesier in Diensten des TSV Trittau brauchte eine gewisse Zeit, die vorgegebene Feldgröße zu akzeptieren. Viele Bälle landeten zunächst außerhalb - Punkt für Punkt für Berlin. Nach der kurzen Pause kam der Trisnanto-Express ins Rollen. Er überfuhr seinen Gegenspieler regelrecht, der mit den Raffinessen von Ary nicht klar kam. Wieder faszinierten bei Ary die Beweglichkeit eines Wiesels, die technischen Fertigkeiten eines Genies und die Leichtigkeit seines Spiels. Die wenigen Zuschauer (deshalb gab es auch ein geringeres Kuchenangebot in der Cafeteria) erkannten das und sparten nicht mit anerkennendem Applaus.
Im 3. Herreneinzel trat Lars Rieger (Foto) an. Der Student hatte in Berlin bei der SG EBT Berlin gewonnen. Das war eine gute Voraussetzung, um auch zu Hause sein Können zu zeigen. Rieger war tonangebend, er war quasi der Schrittmacher für dieses Match. Der Berliner Michael Cassel versuchte zu folgen, es gelang ihm nicht. Lars Riegers Stärken überwogen diesmal. Er war flink auf den Beinen - wie immer. Er war stark in der Defensive. Im Angriff war er seinem Gegner voraus. Er hatte die Zeit und den Reflex, den Ball dorthin zu spielen, wo sein Gegner nicht war. Eine klasse Leistung, die das Gesamtergebnis schönte. 2:6 sieht schließlich nicht ganz so gut aus wie ein 3:5.
Die Trittauer Damen waren im Doppel hervorragend. Annekatrin Lillie und Laura Vana schafften es, die favorisierten Berlinerinnen zu besiegen. Das war eine Überraschung, damit hatte keiner gerechnet. Vor allem Laura Vana war der Aktivposten in diesem Match. Fast schien es so, als würden ihre Gegnerinnen Einzel mit ihr spielen, so oft wurde sie angespielt. Doch wenn Annekatrin an den Ball kam, machte sie das Richtige. Ihre Cross-Drop-Bälle waren sehenswert.
Laura Vana gibt nie auf. Auch wenn ihr die spielerischen Mittel fehlen, was selten vorkommt. Der erste Satz gegen die Finnin Nanna Vainio war umkämpft. Jede der beiden hätte den Satz für sich entscheiden können. Am Sonntag war die Berlinerin die Glücklichere. Die Trittauer Estin tappte zwar öfter in die Falle ihrer Gegnerin, wenn die etwa Drops überraschend einsetzte. Laura konnte sich immer besser auf Vainio einstellen. Ihr fehlte es auch nicht an Kraft, aber an einem Quentchen Glück.
TSV Trittau - Eintracht Südring Berlin 3:5
HD 1 | Ari Trisnanto/Alexander Strehse - Björn Siegemund/Michael Cassel | 17:21, 12:21 |
DD | Laura Vana/Annekatrin Lillie - Nanna Vainio/Monja Bölter | 24:22, 21:19 |
HD 2 | Nico Coldewe/Lars Rieger - Andreas KJämmer/Jens Ehlert | 11:21, 12:21 |
HE 1 | Ary Trisnanto - Jens Ehlert | 21:14, 21:15 |
DE | Laura Vana - Nanna Vainio | 21:23, 15:21 |
MX | Nico Coldewe/Annekatrin Lillie - Björn Siegemund/Monja Bölter | 11:21, 15:21 |
HE 2 | Alexander Strehse - Andreas Kämmer | 15:21, 18:21 |
HE 3 | Lars Rieger - Michael Cassel | 21:18, 21:15 |
Ary Trisnanto auf dem Sprung zum Sieg im 1. Herreneinzel gegen den Berliner Jens Ehlert. |
Weder das 1. noch das 2. Herrendoppel des TSV Trittau konnte gegen Eintracht Südring |
Erst 21 und rüttelt schon am Thorn der Weltranglistenersten: Xuerui Li (Foto) siegte in |
Die 21-jährige Chinesin ist in der Form ihres Lebens und gewinnt in zwei Sätzen - Dänen verlieren im Mixed - Das Traumfinale im Herreneinzel geht nicht über die volle Distanz
Die Zuschauer in Birmingham sind die zufriedendsten Badmintonfans der Welt, vorausgesetzt, sie haben eine Eintrittskarte für die National Indoor Arena erhalten, was nicht schwierig war, aber etwas teurer als an den Vortagen. Jedenfalls sahen sie, wenn sie in der imposanten Sporthalle waren, das Beste, das Weltbadminton derzeit bietet. Fünf Finalspiele - und alle vom Feinsten.
Den Anfang machten die Damen. Zwei Chinesinnen standen sich im Einzel gegenüber: die Nummer 1, Yihan Wang (Foto), und die Newcomerin der Saison, Xuerui Li, beide aus China. In Birmingham war es meist so, dass Li im Match von Anfang voll präsent war. Im Endspiel legte sie los, als wäre sie die Favoritin. Sie erreichte fast jeden Ball von Yihan, retournierte geschickt und lag in Führung: 11:5 nach acht Minuten und 21:13 kurze Zeit später. Satzgewinn.
Ob sie das Niveau würde halten können, fragten sich die Zuschauer. So leicht lässt sich eine Yihan Wang nicht bezwingen.
Und die Weltrangerste spielte wie verwandelt im zweiten Satz. Nun war sie diejenige mit den besseren Ideen und lag nach 34 Minuten mit 14:10 vorn, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass die letzten Punkte von Li gemacht wurden: von 6:14 auf 10:14 kämpfte sie sich heran. Die junge Chinesin Li ist eine Ausdauerathletin. Sie läuft und wird nicht müde. Den großen Vorsprung von Wang verringerte sie auf einen Punkt: 15:16. Von Li eine bewundernswerte Leistung. Wenn sie jetzt noch die Kraft und Konzentration aufbringt, dann, ja dann könnte sie im diesem Match gewinnen.
Die junge Li kratzt am Thron
Die Zuschauer bejubelten das 18:18. Jetzt kamen die big points.Yihan legte vor, Xuerui legte nach, ging mit 20:19 in Führung: erster Matchball. Wie sich wohl die chinesischen Trainer fühlen? Da steht die chinesische Nummer 1 auf dem Feld, und eine junge unbefangen aufspielende 21-Jährige kratzt am Thron. Wie geht man damit um, wen unterstützt man? Xuerui Li gibt die Antwort. Gleich den ersten Matchball verwandelt sie zum 21:19. Sie krönt damit eine starke Leistung. Erlebten die Engländer einen Thronwechsel?
Nach Xuerui Li und Yihan Wang waren die Mixedspieler dran. Auf dem Court die einzig verbliebene Hoffnung der Europäer: das dänische Superpaar Thomas Layborn und Kamilla Rytter Juhl. Die Gegner kamen aus Indonesien: Tontowi Ahmad und Liliyane Natsir. Der Spielverlauf im ersten Satz war nicht nach dem Geschmack der Skandinavier. Die beiden Indonesier waren präziser in den Schlägen und überrumpelten die Dänen, die in Birmingham nicht von wenigen als das Maß aller Dinge im Mixed gesehen wurde. Ahmad und Natsier gewannen mit 21:17.
Europa ohne einen Titelgewinn
Die Dänen werden sich zu wehren wissen. Wenn sie das Niveau der vergangenen Tage erreichen, dann musste den Schlachtenbummlern nicht bange sein. (Übrigens streifen sich auch Schweden, die mit den Dänen nach Birmingham gereist sind, aus Sympathie das Dänemark-Shirt über). Unter den Dänemark-Fans wurde es ruhig. Die Indonesier waren an diesem Tag stark, lagen nach 31 Minuten schon wieder vorn: 12:9. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Layborn und Juhl fanden allmählich zu ihrem Niveau zurück, verkürzten auf 13:14. Aber es war wie verhext. Die Asiaten blieben vorn, wenn auch knapp. Nach knapp einer Dreiviertelstunde war es Gewissheit: Europa ging bei den All England Open leer aus. Tontowi Ahmad und Liliyane Nasir gewannen mit 21:19.
Der Sonntag war der Tag der Überraschungen in Birmingham. Da verloren die Weltranglistenersten Xiaoli Wang und Yang Yu gegen Qing Tan und Yunlei Zhao, alle vier aus China. Tan und Zhao siegten in zwei Sätzen mit 21:17 und 21:12.
Ein chinesisch-koreanisches Duell ergab sich im Herrendoppel. Die weltbesten Cai Yun und Haifeng Fu setzten sich mit Mühe gegen Jung Jae Sung und Lee Yong Dae im ersten Satz mit 23:21 durch. Doch waren die Chinesen danach mit ihrem Latein am Ende. Der Angriffswucht der Koreaner hatten sie nichts mehr entgegenzusetzen. Korea gewann mit 21:9. Auch im Entscheidungssatz ließen die Koreaner nichts mehr anbrennen und entschieden ihn mit 21:14 für sich. Erneut verlor eine Nummer 1 bei den All England Open.
Ein verkürztes Traumfinale
Das war Pech für die Zuschauer des Traumendspieles zum Schluss des Finaltages in der National Indoor Arena in Birmingham. Im Herreneinzel trafen die beiden Weltbesten Chong Wei Lee aus Malaysia und der Chinese Lin Dan aufeinander. Im ersten Satz liefderten sie sich einen erbítterten Fight. Lin Dan gewann knapp mit 21:19. Die Fans in der Halle glaubten, dass der Malaysier nicht so einfach unterliegt, dass er noch mal angreift. Bei einer 6:2-Führung für den Chinesen dann das Aus. Lee gab wegen Verletzung auf.